Einweihung 31. Januar 2007

In Anwesenheit zahlreicher prominenter Persönlichkeiten unserer Stadt wurde die Wagenbauhalle am 31.1.2007 eingeweiht. Ein tolles Fest hatten die vier Vereine aufgestellt.

      

 

Narren teilen sich Wagenbauhalle

 

Die Narrenzunft Gelb-Rot, das Alt-Herren-Corps, die K. K. Funken Rot-Weiß und die AKK sind in Lützel unter einem Dach vereint
In unmittelbarer Nachbarschaft können Karnevalisten verschiedener Vereine nun an ihren Wagen werkeln: Ein lang gehegter Traum ist mit dem gemeinsamen Kauf einer Wagenbauhalle in der Andernacher Straße endlich in Erfüllung gegangen.

 

KOBLENZ. Ein echtes karnevalistisches Prachtstück ist in Lützel entstanden: Die Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK), die Narrenzunft Gelb-Rot, das Alt-Herren-Corps und die K. K. Funken Rot-Weiß haben gemeinsam eine Lagerhalle gekauft und zu einer Wagenbauhalle mit vielfältigen Zusatzmöglichkeiten optimiert. Selbst ein gemütlicher Thekenbereich fehlt nicht.

Auf zwei Geschossen ist in dem ehemaligen Hochlager in der Andernacher Straße reichlich Platz für den Bedarf der Karnevalisten entstanden. "Rund 800 Quadratmeter Nutzfläche stehen im Erdgeschoss bereit, noch einmal 700 in den Obergeschossen", berichtet Otto Hellinger, der Commodore des Alt-Herren-Corps. So viele der notwendigen Arbeiten wie möglich wurden in Eigenleistung erbracht. "Viele fleißige Hände waren beteiligt", erläutert Horst Welling, Vorsitzender der Funken Rot-Weiß. Als Erstes wurden zwei Stahlsäulen versetzt, damit jeder Verein seine eigene, abgeschlossene Parzelle bekommen konnte. Dann wurde ein neues, großes Tor eingebaut. In der 8,50 Meter hohen Halle wurden zwischen den Vereinsbereichen Mauern bis zur Decke errichtet und Zwischendecken eingezogen. Während die AKK ihre Box vornehmlich zum Abstellen des Prinzen- und des Confluentiawagens nutzen wird, geschieht zum Beispiel in der Gelb-Roten Parzelle mehr. Walter Holzknecht, der Vorsitzende der Narrenzunft: "Unser stattlicher Fuhrpark besteht aus dem Narrenschiff des Elferrates, dem Wagen mit der Postkutsche der Ehrengarde, dem Kanonenzug mit eigenem Zugfahrzeug des Funkencorps sowie den beiden Wagen des Offizierscorps und der Kindergarde. Alles kommt komplett im ersten Teil der Halle unter."

Im zweiten Teil der Halle wurden auf zwei Ebenen Räume geschaffen. Im Erdgeschoss finden ein Trainingsraum für die Tanzgruppen der Gelb-Roten und die Toilettenanlage Platz. Der erste Stock hält Lagerräume für Kostüme und Ausstattungsgegenstände vor.

Die Geschichte begann vor gut einem Jahr: Als sich Ende 2005 abzeichnete, dass die Wagen an den alten Standorten nicht mehr unterzubringen waren, hatte sich die Narrenzunft Gelb-Rot an die AKK gewandt, bei der das Anliegen der Narrenzunft auf offene Ohren stieß. Walter Holzknecht nahm Kontakt zu der Spedition Dorschner in der Andernacher Straße auf. Dort stand eine Halle zum Verkauf, auf die Gelb-Rot bereits früher ein Auge geworfen hatte, den Kauf damals aber nicht finanzieren konnte. Nun entstand die Idee, diese Halle zu kaufen, mit anderen Vereinen eine Eigentümergemeinschaft zu bilden und die Räumlichkeiten aufzuteilen. Als Partner konnten die AKK, das Alt-Herren-Corps (AHC) und die K. K. Funken Rot-Weiß gefunden werden.

Am 21. August vergangenen Jahres wurde der Kaufvertrag unterzeichnet. Seit Oktober sind nun Aktive dabei, so viele Dinge wie möglich in Eigenleistung zu erledigen, um die Kosten gering zu halten.

Bei aller Gemeinschaftsleistung sind sich Prinz Stephan I. "vom Dähler Born" und die Vereinsvertreter über eine Sache völlig einig: "Ohne den Sachverstand von unserem Architekten, dem AHC-Commodore Otto Hellinger, hätten wir das alles nicht stemmen können." Mit der Halle ist auch eine Zielvorgabe erfüllt, die sich der im Jahre 2002 neu gewählte AKK-Vorstand bei seinem Amtsantritt gesetzt hatte, freut sich Vizepräsident Heinz Kölsch: "Präsident Rudi Schmidt erklärte damals, dass es ein Ziel dieses Vorstandes sei, eine geeignete Halle zu finden."    (luc)

Rhein-Zeitung - Ausgabe Koblenz Stadt vom 25.01.2007, Seite 12.

Über die großzügige Wagenbauhalle in der Andernacher Straße freuen sich gemeinsam (von links) Otto Hellinger, Walter Holzknecht, Horst Welling, Joachim Piwonka und Prinz Stephan I. "vom Dähler Born" (Stephan Otto).   Foto: Wolfgang Lucke

 

 

Einige Eindrücke von der Arbeit: