Rückblick auf die Session 2009
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Start in die neue Session 2008/2009 Der Herbstball
Partylaune bei Gelb-Rot
Orden 2009
Sessionsrückblick 2009
Start in die neue Session 2008/2009 Der Herbstball
Am 8. November 2008 startete Gelb-Rot mit dem traditionellen Herbstball in die neue Fastnachtssession. Der Herbstball, der in den vergangenen Jahren dank unseres Ehrensenatsvorsitzenden Ralf John in dessen Geschäftsräumen, der Firma BMW Hanko stattfand, erfreute sich immer größeren Zulaufes. Daher wagten wir uns wieder in das Haus Horchheimer Höhe, dessen neuer Pächter von Anfang an sehr kooperativ war. Über 200 geladene Gäste füllten den gelb-rot dekorierten Saal. Vor der eigentlichen Eröffnung und Begrüßung durch Walter Holzknecht und Frank Ackermann wurden, diesmal in einer kleinen separaten Feier, Mitglieder für 1 x, 2 x und 3 x 11 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Es waren dies:
1 x 11 Jahre: Stephanie Zimmermann, Uwe Dresbach, Horst Würzberger, Michael Hoffrichter, Christina Geißler, Thomas Krupa, Stefanie Fuchs und Wilhelm Wolff
2 x 11 Jahre: Willi Perz, Gabriele Würzberger, Christina Vulicevic
3 x 11 Jahre: Marita Probst, Robert Reinhardt und Günter Eder

Auszeichnung für langjährige Mitgliedschaft
Nach der Begrüßung zeigte zunächst einmal unsere Turniergarde, die an diesem Abend in "Die Posthörnchen" umgetauft wurden, ihr hohes Niveau im Gardetanz. Insgesamt 13 Mädels vertreten die Farben der Narrenzunft Gelb-Rot unter Leitung von Judith Weigele und Nadine Laqua bei den Qualifikationsturnieren zur Deutschen Meisterschaft im Gardetanz. Die Programmpunkte wurden aufgelockert durch die glänzend aufgelegte Showband "Saturn Sound" aus Neuenkirchen im Saarland. Die Verleihung des kleinen Verdienstordens nahm dann Geschäftsführer Rolli Reinhardt vor. Er ging an Marcel Wieland und die Gründungsmitglieder der Posthörnchen Stefanie Fuchs, Stefanie Geißler, Christina Geißler, Eva Grenzhäuser, Kerstin Kreuter, Stefanie Krupa, Melanie Nottbeck und Miriam Wieland.

"Der kleine Verdienstorden" an die Posthörnchen
Fotos: Geissler
Lachtränen zauberte anschließend unser Männerballett mit originellen Kostümen (Resi Weigele) in die Augen. Der großartige Tanz wurde von Stephanie Breuer-Treis einstudiert. Wiederum von Rolli wurde anschließend der große Verdienstorden an Uwe Dresbach verliehen.
Lutz Kniep spielte anschließend hervorragend auf der Trompete, umrahmt mit tollen Lichteffekten. Eine Super Show.
Zwei neue Ehrensenatoren konnte anschließend Walter Holzknecht in unseren Reihen willkommen heißen:
Horst Würzberger (Unternehmer) und
Klaus Eikler (Geschäftsführer der Metro).
Höhepunkt des Abend war dann die Verleihung des goldenen Posthorns an
Ralf John und
Astrid Harzbecker
Astrid Harzbecker bedankte sich anschließend für die Verleihung mit einem musikalischen Stimmungsmeddley.

Astrid Harzbecker Ralf John
Wie immer endete der gelungene Abend mit der Auslosung der Farbe für die Tombola die dann auch mit 250 Preisen großen Anklang fand.
Partylaune bei Gelb-Rot
Das Experiment ist gelungen! Nachdem das Interesse der Narren an einer "konventionellen" Sitzung immer mehr nachließ mussten neue Ideen her. Mit "Schmetterlingen" im Bauch entschloss sich der Vorstand eine neue Sitzungsform zu kreieren. Und die schlug ein!!! Eine voll besetzte Rhein-Mosel Halle am Samstag 17.1.2009 war der Dank des wohl (neugierigen) Publikums. Los ging es mit der Party Band Nr. 1 in Deutschland: "Sound Convoy". Sie heizten den Saal zunächst einmal an bevor Präsident Frank Ackermann das Publikum, unter anderem mit dem fast kompletten Ehrensenat!, begrüßte und die ca. 150 Aktiven einmarschierten. Die Kindergarde, das Amazonen- und Kadettencorps und die Turniergarde (Die Posthörnchen) zeigten ihr können beim Gardetanz (über 50 Tänzerinnen und Tänzer von 3-30 Jahren) bevor der erste "Kracher" des Abends kam: The wild Bobbin Baboons rissen die Gäste förmlich von den Stühlen. Keiner blieb sitzen, die ersten tanzten und sogar hinter der Bühne ging der "Bär" ab. Unser Solotanzmariechen Antonia (Lüttkenhaus) glänzte mit ihrem Solotanz und auch Prinz und Confluentia machten ihre Aufwartung. Erfahrungsgemäß ist es dann etwas ruhiger, aber Sound Convoy brachte schnell "Unruhe" in den Saal. Der tolle Kindershowtanz zusammen mit Amazonen- und Kadetten zum Thema Mitternacht kam ebenfalls sehr gut an und als Vortrag brillierte wiederum der Märchenwald. Eine tolle Truppe um Ellen Friedrich-Gaul die sich mittlerweile einen Stammplatz in der Kowelenzer Fasenacht erobert hat. Aus Gerolstein hielt der (echte) Polizist Rainer Roos eine Büttenrede bei der kein Auge trocken blieb. Männerballett und Sound Convoy hielten die Stimmung hoch und dann kam der zweite absolute Knüller des Abends: Willi & Ernst, zwei Vollblutkomiker. So etwas ist nicht mehr zu Toppen, es sei den, wie bei Gelb-Rot, man hat noch eine Showtanzgruppe. Die kam dann zum Abschluss mit "Galaxy". Ihr können hatte sie schon auf der Inthronisation gezeigt und auch hier klappte alles Dank der Vorbereitung unter ihrer Trainerin Daniela Urmetzer. Nach dem Finale war die Party aber noch nicht zu Ende. Sound Convoy spielte für die Unermüdlichen noch bis 01.00 Uhr und sorgte so für die Partystimmung. Anmerkungen des Verfassers: Raucher und Biertrinker mussten natürlich ebenfalls auf die Toilette. Die Lücken füllten sich bis zum Schluss aber, im Gegensatz zu früher, immer schnell auf und bis zum Schluss war der Saal proppenvoll. Das Risiko hat sich gelohnt. Unser Taxifahrer berichtete von vielen zufriedenen Gästen. Vielleicht ein neues Konzept für Koblenz!?
Orden 2009
Koblenzer Originale

Zweiter Teil eines Puzzle-Ordens mit bekannten Koblenzern für die Session 2009:
Idee:
Walter Holzknecht
Herstellung:
Firma Zinnhannes, Ordentliche Ideen Krummenau
Zwei Bronzefiguren auf dem Münzplatz
Im Vordergrund ist eine Marktfrau abgebildet. Sie steht stellvertretend für die Koblenzer Marktfrauen auch “Huckeweiber“ genannt, die an drei Tagen in der Woche auf dem Münzplatz ihre Waren anboten. Auf dem Münzplatz im alten Münzmeisterhaus war von 1952 bis 1978 das 1. Polizeirevier, die sogenannte “Davidswache“ stationiert. Daran erinnert der Schutzmann Otto, der neben der Marktfrau steht. Im Hintergrund sieht man die „Zwiwweltärm der Owerpfarrkerch“ (Zwiebeltürme der Liebfrauenkirche), die Alte Feuerwache am Plan, die alte Münz, einen Flügel vom Koblenzer Schloss und oberhalb dahinter einen Teil der Festung Ehrenbreitstein.
Sessionsrückblick 2009
Im Jahr 2009 hatten die Karnevalisten mehr Zeit um ihrem Hobby in der fünften Jahreszeit nachzugehen. Nach der Inthronisation am 10. Januar blieben dieses Jahr sechseinhalb Wochen bis Aschermittwoch.
Auch in diesem Jahr konnte unsere Tanzgarde den neuen Tanz auf der Inthronisation präsentieren. Mit dem Thema „Außerirdische“ zeigten sie ihre Leistungsfähigkeit. Mit Frank Bastian (Ehrensenator) und Rolli Reinhardt (Geschäftsführer) wurden in diesem Jahr gleich zwei verdiente Gelb-Rot Mitglieder mit dem Großen Verdienstorden der AKK, dem höchsten karnevalistischen Orden in Koblenz, ausgezeichnet.
Die erste Veranstaltung unseres Vereins, schon traditionell am Sonntag nach der Inthro, ist unser Uniformappell im Weindorf. Zur Erinnerung: dieser Termin wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen, um den Aktiven in einer gemeinschaftlichen Veranstaltung den Sessionsorden zu überreichen. Früher gab es den Orden auf der Bühne, bei der Vielzahl unserer Mitwirkenden für das Publikum eine langweilige Prozedur. Später wurden die Orden für Gruppen vom Prasidenten dem Korpsführer vom Elferratstisch herunter gereicht, dieser verteilte dann die Orden hinter der Bühne oder in der Garderobe. Dieses Vorgehen war aber nicht besonders schön, wenn die Orden, die ja Dank und Lohn für die geleistete Arbeit der aktiven Karnevalisten darstellen, einfach so im Vorübergehen in die Hand gedrückt werden. So kam man damals auf die Idee die Orden direkt zu Beginn der Session während eines gemeinsamen Beisammenseins in einem schönen Rahmen zu verleihen. Guter Nebeneffekt war, dass jeder seine Uniform anziehen musste. Dabei hat mancher noch einen Fleck entdeckt und es blieb noch Zeit das Teil rechtzeitig vor der nächsten Veranstaltung reinigen zu lassen. Hat der Korpsführer das mitbekommen, wurden auch schon mal lustige Strafen verhängt. Dieses Jahr mussten wir allerdings feststellen, dass viele Aktive zu dieser „Pflichtveranstaltung“ nicht kamen. Es wäre schade, wenn in Zukunft wegen mangelnder Beteiligung die Orden wieder einfach so jedem in die Hand gedrückt werden würden.
Am Samstag danach wurden neue Wege beschritten. Die Sitzung wurde auf „Kowelenz Olau“ umbenannt und der Name sollte Programm sein. Ziel war, unter Verwendung der Gruppen unserer Narrenzunft und Mitwirkenden aus Koblenz und Umgebung zeitgemäß mehr Schwung auf die Bühne zu bekommen. Mit der zur Zeit besten deutschen Tanzband Sound Convoy sollte auch die Partystimmung nicht zu kurz kommen. Dieses Konzept ging auf, denn die Kommentare des Publikums waren fast durchweg positiv. Nach dem Einmarsch der Aktiven zeigen zunächst die vereinigten uniformierten Tanzgruppen in ihrer Gardeshow, was Gelb-Rot auf die Beine stellt. Mit der Kindergarde, den Amazonen und Kadetten und den Posthörnchen waren fast sechzig jugendliche Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne. Danach wurde erstmalig so richtig rockig. The Wild Bobbin Baboons heizten im wahrsten Sinne des Wortes ein.
Ihren schmissigen Solotanz zeigte die inzwischen zehnjährige Antonia Lüttkenhaus.
Gruselig wurde es. als in den Showtänzen der Kindergarde kleine Geister und Fledermäuse, später bei den Amazonen und Kadetten, sogar Vampire über die Bühne huschten. Als Gastredner erzählte Rainer Roos was man als Polizist alles erleben kann.
Die Märchenwald Connection hatte das Jahr über wieder aufgepasst was alles so passiert ist und nahm die Ereignisse in ihrem diesjährigen Märchen Rumelstilzchen aufs Korn. An den Südpol hatte es das Männerballett verschlagen, wo sogar Pinguine ihr Unwesen trieben. Eine echte Premiere konnten unsere Gäste mit Willi und Ernst erleben. Sie waren nämlich erstmals in der Karnevalszene unterwegs. Doch das ihr Lampenfieber war unbegründet: die beiden lokalen Comedygrößen eroberten das Publikum im Sturm.
Zum Abschluss begeisterte die Tanzgarde mit ihrem bereits erwähnten Tanz.
Leider wurde das Angebot zu den Klängen von Sound Convoi noch zu tanzen nicht angenommen. Obwohl unser Ziel, die Sitzung nur noch vier Stunden dauern zu lassen fast erreicht wurde, ging der größte Teil der Gäste sofort nach Ende der eigentlichen Sitzung nach Hause. Einzig die Mitglieder der Tanzgarde feierten noch mit der Band.
Auch Kölle Alaaf war wieder ein Glanzpunkt in den Koblenzer Karnevalsveranstaltungen. Hier sorgten neben unseren Tanzgruppen die Kölner Fastelovend Stars für eine tolle Stimmung. Besonders Marita Köllner, bekannt als et fussich Julche, hatte die Lacher auf ihrer Seite, als sie sich für eine Zeit von ihrer roten Perücke trennte und sie Sitzungspräsident Frank Ackermann aufsetzte, der so gewissermaßen zum Ehrenfuss wurde. Aber auch die Fidele Kölsche, die Rabaue, et Rumpelstilzche, Fred van Halen mit seinem Aki und Bruce Kapusta waren in Hochform und zeigten, dass sich „Kölle Alaaf in Kowelenz“ mit den Sitzungen der großen Kölner Vereine messen kann. Großes Finale war mit den original Eschweiler Fanfaren. Diese Band brachte mit den Aktiven noch einmal so richtig Stimmung in den Saal.
Ein Versuch im Karneval war die 1. KoKiJus, die 1. Koblenzer Kinder- und Jugendsitzung. Das besondere war nicht nur, dass endlich eine Sitzung für Kinder und Jugendliche veranstaltet wurde, sondern auch, dass sich hierzu vier große Koblenzer Karnevalsvereine zusammengeschlossen hatten. Sicherlich war dieser erste Versuch noch nicht perfekt, aber mit einigen Verbesserungen kann daraus eine tolle Veranstaltung für die Jugend werden. Der ökumenische Nachmittag in der Hoffnungskirche und die Sitzung im Kloster Kühr gehören zu den festen Veranstaltungen im Jahresablauf der Narrenzunft Gelb-Rot, bei denen es darum geht, den Menschen etwas Freude in ihrem Alltag zu bereiten.
Der Straßenkarneval beginnt für uns jedes Jahr mit der Erstürmung des Heeresführungskommandos. Hier haben sich Funken und Offiziere an vorderster Front tapfer „geschlagen. Verwunderlich war nur, dass es plötzlich ein unentschieden gab, da die Bundeswehr-Verteidiger Prinz und Confluentia entführt hatten. Jedenfalls hat es nicht an uns gelegen, dass hier kein Sieg davongetragen wurde.
Etwas besonderes fand dann am Karnevalssamstagabend statt: Der Vorstand hatte die Aktiven und die Sponsoren zur Einweihungsparty eingeladen. Nach einigen Geburtstagsfeiern als Vorpremiere zeigt diese Party, dass die Gelb-Roten hier hervorragend feiern können – und die meisten nützten dies auch ausgiebig. Eine ausgelassene Gesellschaft feierte mit dem unermüdlichen Alleinunterhalter Patrick. In einem kleinen Programm trug Otto Hellinger eine kleine Chronik zur Entstehung unserer Halle vor und es gab einen Beitrag mit wahren Geschichten zum Hallenbau der Märchenwald Connection. Schon jetzt wurde für nächstes Jahr eine Wiederholung der Party am Karnevalsamstag beschlossen.
Keine große Beteiligung der Gelb-Roten gab es bei der Erstürmung des Rathauses. Zum Einen lag das wohl an der schlechten Witterung und zum Anderen ist, wenn man einmal von den Kanonieren der Funken absieht, die ihren Spaß daran haben, einmal so richtig Konfetti ballern zu dürfen, die Erstürmung für alle anderen Aktiven nicht besonders aufregend. Immerhin gab es anschließend wieder eine leckere Gulaschsuppe im Hof von Leo Wingen.
Die Funken und einige Unentwegte marschierten nachmittags mit dem Jubiläumsumzug durch Wallersheim und Neuendorf.
Lange Wartezeit gab es vor dem Rosenmontagszug, da die Narrenzunft dieses Jahr in der Gruppe 10 war. Hier half die von den Offizieren ausgegebenen Suppen und der Glühwein. Der eigentliche Rosenmontagszug war ohne besondere Vorkommnisse, wenn man davon absieht, dass es stellenweise ein jugendliches Publikum gibt, das eine eigene, unschöne Vorstellung von Karneval hat.
Das traditionelle Fischessen im Weindorf war zwar auch nicht so besucht wie in den vergangenen Jahren, aber trotzdem ein schöner Abschluss einer gelungenen Session. Nach dem Dank des ersten Vorsitzenden Walter Holzknecht wurde der Werner-Loos Pokal an Heidi Reinhardt verliehen. Damit ging diese Auszeichnung an eine Persönlichkeit, die sich seit Jahrzehnten einsetzt und gerade im Hintergrund Gewaltiges leistet. Der Spaßvogel wurde in diesem Jahr in Abwesenheit am Sitzungspräsident Frank Ackermann für seine Verdienste auf der gelb-roten Bühne verliehen.