Funkenchronik 2009/2010
Auch nach der Session 2010 blicken die Funken und Marketenderinnen auf eine schöne und erfolgreiche Kampagne zurück. Sämtliche Schlachten wurden erfolgreich geschlagen und unter starker Beteiligung unserer Kanone die Burg Falckenstein und das Rathaus sturmreif geschossen. Ehrensache ist für uns den Umzug in Neuendorf und Wallersheim anzuführen. Mancher glückliche Besitzer eines Fensters an der Zugstrecke stellt sich beim Anblick der „dicken Tina“ des Funkencorps die Frage: „An was erinnert mich das?“ Richtig, spätestens wenn unter dem schadenfrohen Gelächter des Publikums die Kanoniere eine Ladung Konfetti ins Wohnzimmer schießen erinnern sie sich: Die treffen sogar!
Alle zwei Jahre werden die Positionen innerhalb des Korps neu gewählt. Die Wahl 2010 brachte einen Generationenwechsel. Marcel Wieland und Tim Huß erklärten sich bereit die Führung zu übernehmen. So wurde Marcel Wieland zum Kommandant und Tim Huß zum Funkenmajor gewählt. Mit einem jungen Kommandanten an der Spitze will das Funkencorps wieder vermehrt auf junge Männer zugehen und das Corps insgesamt verjüngern. Die Position des ersten und des zweiten Kanoniers wurden nicht besetzt, da die Beiden in der neuen Session erst einmal neue Funken in der Handhabung der Kanone unterweisen wollen. So wird sich im Erscheinungsbild der Funken bei den Umzügen erst einmal nicht viel ändern. Marcel und Tim werden mit ihren Azubis um die Kanone rumturnen und Kommandant a. D. Edgar Friedrich wird mit Major a. D. Gunter Wieland an den gewohnten Plätzen zu finden sein.
Edgar Friedrich scheidet mit einem lachenden und einem weinenden Auge aus seinem Amt: „Einerseits ist es schon ein komisches Gefühl plötzlich kein Kommandant mehr zu sein, anderseits habe ich diese Veränderung selbst unterstützt, um den jungen Leuten nicht im Wege zu stehen. Ich freue mich auf den frischen Wind bei den Funken.“
Als Fahnenträger wurde Franz Georg Müller wieder gewählt. Weiter gehören Udo Recker und Patrick Järgen als Funken und Barbara „Bärbel“ Wieland, Katharina „Kaja“ Juhnke und Birgit Zeche als Marketenderinnen zum Funkencorps. Miriam Wieland wurde als Funkenmariechen bestätigt.

Wer weitere Informationen oder Bilder des Funkencorps sehen will kann dies auch bei wer-kennt-wen.de bei der Gruppe „Funken Gelb-Rot und Freunde“.

Vatertag im Ahrtal
Den Vatertag erlebte das Funkencorps bei einem „Familienausflug“ nach Ahrweiler. Da sich im Vorfeld nicht absehen ließ, wie an diesem Tag das Wetter sein würde, hatte man sich eher auf keinen großen Marsch festgelegt. Aber es sollte auch interessant werden. Deshalb wurde als erstes der ehemalige Regierungsbunker, von dem in Ahrweiler noch ca. 300 Meter von den früheren 17 km als Museum zu sehen sind, besichtigt. Es war schon beeindruckend, was man im kalten Krieg als größtes Staatsgeheimnis gebaut hatte, hautnah zu erleben. Es konnte sich nur niemand vorstellen wie Helmut Kohl in das Feldbett gepasst hätte.
Anschließend „wanderte“ alle (bis auf die Fahrer) tatsächlich 45 Minuten lang zur Altstadt nach Ahrweiler. Dort wurde sich erst einmal auf dem Marktplatz gestärkt, bevor man zu einem kleinen Stadtrundgang ging. Da viele Geschäfte wegen eines Festes geöffnet waren, waren natürlich einige Damen hiervon sehr angetan.
Zum Abschluss fuhren die Funken nach Koblenz, wo im „Alt Neuendorf“ bei Manfred „Manni“ Tönnes der Tag ausklang.
Wer weitere Informationen oder Bilder des Funkencorps sehen will kann dies auch bei wer-kennt-wen.de bei der Gruppe „Funken Gelb-Rot und Freunde“.
Funkenkommandant Erich Maurer mit Familie Rosenmontag 1955
Das Funkencorps ist das einzigste Corps das gleichzeitig mit der Gründung von Gelb-Rot zum Leben erweckt wurde. Unter der Herrschaft von Jupp von Tubendorf (Josef Schneider) wurde 1937 ein Funkenkorps gegründet. Gebildet aus dem Funkenmajor Peter Gärtner, dem Funkenmariechen Ina Stephan, sechs Amazonen und acht Gardisten. Die Aufgabe des Funkenkorps bestand in der Hauptsache darin, die Prinzengarde zu verstärken und sich am Rosenmontagszug tatkräftig zu beteiligen. 1947 übernahm Willi Valerius das Amt des Funkenkommandanten zusammen mit dem Funkenmariechen Marianne Serf.. 15 lange Jahre von Erich Maurer geleitet, steht diese prächtige Truppe, in der sich jede Frau und jeder Mann wohlfühlen kann, seit 1973 unter dem Kommando von Heinrich Rudolf Reinhardt -genannt Rolli-. Abgesehen davon, dass sie bei den Veranstaltungen auftreten, mal als närrische Turnerriege, mal mit Square-Dance, als Putzfrauen oder mit dem Tanz der Garden, müssen sie auch sonst ganz schön ran. Dass sie um ihre Funkenmariechen beneidet werden, versteht sich am Rande. Egal, ob die Bühne auf- oder abzubauen ist, ob Rosenmontagswagen zu bauen oder bei den Veranstaltungen die Saaleingänge bewacht werden, die Funken "dürfen" mithelfen. Nicht zu vergessen, ihr immer wieder heldenhafter Kampf mit der Konfettikanone anläßlich der närrischen Einsätze. Übrigens gehören auch seit 1981 auch Marketenderinnen in zeitgemäßen Kostümen zum Erscheinungsbild. Im März 2002 übergibt dann Rolli Reinhardt das Amt des Funkenkommandanten an Edgar Friedrich.