Narrenzunft Gelb-Rot:
Teil III
2008 -
Orden 2008


Uniformappell am 6.1.2008
Traditionell begrüßte der Vorstand am 6.1.2008 um 17.00 Uhr fast alle Aktive zum Uniformappell und Ordensempfang im Weindorf zu Koblenz. Nachdem der erste Vorsitzende Walter Holzknecht die Aktiven begrüßt und den diesjährigen Orden (siehe unten) vorgestellt hatte wurden die einzelnen Korps aufgerufen. Dabei ging es teilweise recht eng zu den z.B. 37 Kinder in eine Reihe zu bekommen ist unmöglich. Trotzdem erhielt natürlich jeder Aktive seinen Ordnen, wenn auch einige Strafen für unvollständige Uniformen verhängt wurden. Bei unserer großen Aktivenschar dauerte der Empfang dann 1 1/2 Stunde bevor man sich noch zum Gedankenaustausch zusammen setzen konnte. Rundherum wieder eine gemütliche Feier zu Beginn einer sicherlich sehr anstrengenden Session. Vom "Zünftchen" bekam dann der einige Tage alte Opa auch einen Gehstock geschenkt den er sicherlich gut gebrauchen kann.
Kölle Alaaf in Kowelenz
Die kürzeste Session des Jahres eröffnete Gelb-Rot wieder mit einem Knaller! Vor der vollbesetzten Kulisse in der Rhein-Mosel-Halle startete noch vor 16.00 Uhr die Sitzung "Kölle Alaaf in Kowelenz". Wie immer führte Frank Ackermann, unterstützt von der Sitzungskapelle Hommen, souverän durch das Programm. Von Anfang an war die Stimmung auf einem Höhepunkt und ließ während der gesamten Sitzung kaum einmal nach. Nach kürzester Zeit stand das Publikum auf den Stühlen und kein Programmpunkt der nicht mit stehenden Ovationen verabschiedet wurde!
Zu Beginn marschierten die Blaue Wiesse Funken Wahn mit Spielmannszug und Tanzgruppen ein und gestalteten das Vorprogramm das dann von den Aktiven der Gelb-Roten eröffnet wurde. Und nach dem Ausmarsch folgte schon der erste Knaller: Der Gardetanz der Kindergarde zusammen mit dem Amazonen- und Kadettencorps und der Turniergarde. Dieser Tanz erzielte einen unglaublichen Applaus erzeugte doch das Bild das die 60!!! Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf der Bühne abgaben ein wahres Gänsehautgewitter. Einfach nur toll wie sich unsere Aktiven darstellten.
Jetzt ging es mit Christian Pape weiter der die Rolle eines Eisbrechers mehr als gut erfüllte. Souverän unser Solotanzmariechen Antonia Lüttkenhaus das an diesem Sonntag 9 Jahre alt wurde. Auch das Männerballett, das auf eine Traumschiffreise entführte war sehr gelungen, alleine die Kostüme sprachen für sich. Als Überraschungsgäste erschien das Dreigestirn von Köln-Porz und machte seine Aufwartung. Maire-Luise Nikuta, die Altmeisterin des Kölsche Vastelowends, brachte dann wieder Schwung in den Saal und kaum einer hielt es auf dem Sitz. Auch die 2 Schlawiner kamen nicht ohne Zugabe von der Bühne und dann kam wieder etwas "Selbstgemachtes" vom Feinsten:
Der Showtanz der Kindergarde und des Amazonen- und Kadettencorps unter dem Titel "Firestone" rund um Fred Feuerstein. 37 Kinder und 17 Jugendliche boten einen wahren Augenschmaus und erhielten dafür stehende Ovationen. Die Begeisterung der Akteure übertrug sich eins zu eins auf das Publikum.
Gelb-roter Karneval macht richtig Spaß
Traditionsverein bereitete nicht nur Neumitgliedern vergnüglichen Tag
Spontane Anmeldungen
Gleich sechs zufriedene Gäste meldeten sich noch während des närrischen Nachmittags an - darunter auch ein Neumitglied aus Straubing. Da hatte Sitzungspräsident Frank Ackermann gute Gründe, zu frohlocken: Die Narrenzunft hat nun die magische Grenze von 500 Mitgliedern überschritten. So manch andere Korporation dürfte den Verein beneiden, dessen Aktive längst nicht mehr ausschließlich mit ihren Tanzkünsten glänzen. Auch der beißende Narrenspott wird wieder intensiv gepflegt, wobei sich - ohne die Leistungen der anderen schmälern zu wollen - die "Märchenwald-Connection" ein dickes Sonderlob verdiente.
Gnadenlos nahmen Rotkäppchen, der rosa Wolf und Konsorten die Ehrengäste aufs Korn, und respektlos wurde eine neue Spezies ausgemacht: der Ordensgeier, der von Sitzung zu Sitzung schwebt, um möglichst viel Metall zu sammeln. Klare Sache, dass auch Rat und Verwaltung gehörig eins aufs Dach bekamen. Die Märchenwäldler forderten, mehr Bänke in der Stadt aufzustellen, damit die Verantwortlichen die Probleme rund um die Zukunft besser aussitzen können. Trotz vieler kleiner Gemeinheiten schlug die bunte Truppe mit ihrer Variante von "Dau bis Kowelenz" zum Schluss versöhnlichere Töne an. Fazit: Diese Gruppe ist eine Bereicherung des Karnevals an Rhein und Mosel.
Dass die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Land jede Menge Diskussionsstoff bieten, zeigt sich auch in der Tatsache, dass die Protokoller in der Koblenzer Bütt in dieser Session deutlich besser sind als in den Vorjahren. Der "kleine Gardist" machte da keine Ausnahme. Edgar Friedrich schlug Töne an, die nicht zum Zeitgeist passen und sprach sich gegen die Privatisierung der Bahn aus. Seine Formel: Beamtete Lokführer sind nicht teurer und streiken nicht. Der Gardist verleugnete die Wurzeln des Vereins nicht und setzte mit seiner Kritik an der Deutschen Post noch eins drauf. Ganz unpolitisch kam dagegen "Zenzi von der Alm" alias Claudia Simon daher. Sie berichtete vom Alltag mit dem Bergbauern im Stall. Und Ulrike Volk legte mit ihrem arglosen Bericht aus der Welt des Kirchgangs noch eins drauf. Die besten Alltagsgeschichten gaben jedoch Albert Keller und Margit Erdmann von den Blauen Funkern Limburg zum Besten. Ihr Thema: der tägliche Kleinkrieg zwischen den Herren der Schöpfung und ihren Damen getreu der Devise: "Wer den Mann am Tag nicht ehrt, ist es auch bei Nacht nicht wert."
Schöne Tanze und Musik
Den Rest erledigten die routinierten Tanzgruppen um das junge Mariechen Antonia Lüttkenhaus. Die Männer tanzten als Kreuzfahrer über das Traumschiff, die Kinder und Jugendlichen reisten durch die Steinzeit, und die renommierte Tanzgruppe - die sich deutlich stärker als bei der Inthronisation präsentierte - begeisterte mit ihrer Hüttengaudi. Den Rest erledigten die Stimmungsmacher "Botzedresse" und die
Kölsch-Rocker "Kölsche Bengels". Das garantierte gute Stimmung bis zum Schluss. Gut gelaunt machten sich die Gäste auf den Heimweg - und viele werden wiederkommen.
Reinhard Kallenbach
Mit ihren vielen Aktiven sorgte die Narrenzunft Gelb-Rot nicht nur für tolle Stimmung, sondern auch für ein buntes Bild auf der Bühne der Rhein-Mosel-Halle. Foto: Thomas Frey
.....und dann war schon alles vorbei
Ja, so schnell war die kürzeste Session seit Jahrzehnten auch schon vorbei. Nach vielen, vielen Auftritten unserer Corps ging es dann in den Straßenkarneval. Die Erstürmung des Heeresführungskommandos war eine äußerst nasse Angelegenheit und ließ Befürchtungen für Sonntag und Montag aufkommen. Trotz reichlich "Konfetti" von oben gelang es General Otto nicht die Falckensteinkaserne zu halten und wir zogen in den Nato Saal ein um uns dort auch innerlich zu "befeuchten".
Samstags traditionell unsere Sitzung bei unseren behinderten Freunden im Kloster Kühr und dann, bei strahlendem Sonnenschein die Erstürmung des Rathauses und Übergabe der Schlüssel durch den OB. Klar, dass unsere Kanone wieder an vorderster Front kämpfte und auch hier gewann. Beim anschließenden Umzug in Koblenz Neuendorf war nicht nur die Kanone sondern diesmal auch eine starke Abordnung der Gelb-Roten dabei.
Der Rosenmontag begann mit einem Schock! Prasselnder Regen! Bis der Zug um 12.11 Uhr eine Stunde früher losging hatte der Wettergott jedoch ein Einsehen. Es war zwar stellenweise windig aber von Regen blieben wir verschont. Das der Rosenmontagszug so zügig durch die Stadt marschierte lag an der Disziplin der Teilnehmer die keine größeren Lücken zuließen und deshalb den Gruppen am Schluss keine größere Ruhepause gönnten.
Der Ausklang der fünf Karnevalswochen war dann wieder bei unserem Ehrensenator Frank Bastian im Weindorf. Bevor das traditionelle Heringsessen losging bedankte sich der Geschäftsführer Rolli Reinhardt und 2. Vorsitzender Günter Eder bei allen Aktiven und den Eltern für ihre geleistete Arbeit. Besonders hervorgehoben wurde das Engagement aller aktiven Corps an den verschiedenen Arbeiten (Halle pp.) und bei den Auftritten auf zahlreichen Bühnen in und außerhalb von Koblenz. Selbstverständlich wurde in diesem Jahr auch der Werner Loos Gedächtnispokal vergeben:
Er ging an die Gruppe "Märchenwald" die in diesem Jahr nicht nur eine hervorragende Bühnenschau abgeliefert hatte sondern deren einzelne Mitglieder darüber hinaus bei anderen Tätigkeiten im Verein immer zu finden sind. Ellen Friedrich-Gaul, Petra Ohlig, Tina Vulicevic, Stephanie Zimmermann, Edgar Friedrich, Willi Gaul, Oli Schröder und Horst Zimmermann freuten sich über diese Auszeichnung aus der Hand von Günter Eder.
Am Schluss überreichte Walter Dexheimer seinen Wanderpokal, den goldenen Spaßvogel, an Ulrike Volk für ihren Bühnenauftritt.
Bei dieser Gelegenheit konnte Rolli auch gleich das 512. Mitglied in der Narrenzunft begrüßen, wir sind also deutlich wieder über die magische Zahl gekommen. Alleine während der kurzen Session stellten über 40 Personen einen Aufnahmeantrag.

Verleihung des Werner Loos Gedächtnispokals ...und des Spaßvogels an Ulrike Volk
Jahreshauptversammlung am 27.5.2008
Ordnungsgemäß hatte der Vorstand der Narrenzunft-Gelb-Rot zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im Königsbacher Brauereiausschank eingeladen. Da Neuwahlen anstanden erschien das Weindorf zu klein da bei Wahlen in der Regel über 100 Mitglieder zu erwarten sind. Leider - oder ist dies ein Zeichen des Vertrauens in den derzeitigen Vorstand - waren "nur" 52 Personen anwesend. Nach Eröffnung und Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Walter Holzknecht und Annahme der Tagesordnung wurden als Protokollführer Stephanie Koch und Uschi Schröder gewählt. Anschließend wurden das Protokoll der Jahreshauptversammlung, der Geschäftsbericht, der Kassenbericht und der Kassenprüfbericht verlesen und der Kassenprüfer Detlef Pilger beantragte Entlastung des Vorstandes die auch um 20.45 Uhr bei den Enthaltungen des Vorstandes einstimmig erteilt wurde - siehe oben Vertrauen. Die Neuwahl wurde in bewährter Manier von Gerd Kesseler durchgeführt und nahezu ohne Gegenstimmen wurde der Vorstand in seiner Besetzung wieder gewählt. (s. Button Vorstand) Auch die beiden Kassenprüfer erklärten sich als "Doppelpack" wieder zur Übernahme der Tätigkeit bereit. Anschließend wurden von dem neuen / alten Vorstand die Präsidiumsmitglieder bestätigt und das Veranstaltungsprogramm vorgestellt. Die vielfältigen Tätigkeiten, insbesondere rund um die Wagenbauhalle, wurden im Geschäftsbericht von Rolli Reinhardt besonders hervorgehoben. Insgesamt eine harmonische Sitzung die um 21.45 endete.
Anmerkung: Ein Vorstand lebt nicht zuletzt auch von kritischen und ideenreichen Beiträgen. Da hätte sich der Vorstand etwas mehr Beteiligung gewünscht.
Eine weitere sehr wichtige Aussage wurde ebenfalls im Geschäftsbericht von Rolli Reinhardt getroffen: Er möchte nach über 30 jähriger Vorstandstätigkeit bei der nächsten Wahl nicht mehr antreten! Dies trifft für das ein oder andere Vorstandsmitglied ebenfalls zu. Nicht weil es keinen Spaß macht, sondern weil ganz einfach nach einem so langem Zeitraum "die Luft raus ist" und man sich selbst auch eine Altersgrenze gesetzt hat. Hier sieht der Vorstand derzeit das größte Problem in unserem Verein. Die erfreuliche Mitteilung, dass wir die "Schallmauer" von 500 Mitgliedern satt durchbrochen haben, ist schön, aber jüngere Leute müssen in die Vorstandsarbeit. Die riesengroße Bitte: Wer sich auch nur annähernd dafür interessier: Bitte melden!!!! Jetzt ist noch Zeit für einen "begleitenden" Übergang! Die, die ausscheiden möchten, sagen auch über 2010 ihre Unterstützung zu. Es wird keiner ins kalte Wasser geschmissen.
Karnevalisten boten tolle Choreografien
Narrenzunft Gelb-Rot veranstaltete Tanzturnier mit rund 900 Teilnehmern
Die Narrenzunft Gelb-Rot ist aber nicht nur Ausrichter des auf höchstem Niveau stehenden Tanzturniers, sondern sie schickt auch ein eigenes Team ins Rennen. "Seit zwei Jahren sind wir mit einer zwölfköpfigen Gardetanzformation vertreten", sagt Edgar Friedrich. Die Choreografie für den Tanz haben die beiden Trainerinnen Nadine Laqua und Judith Weigele erstellt. Und auch für die Tänzerinnen von der Narrenzunft Gelb-Rot ist ständiges Üben unerlässlich. "In den Wochen vor dem Turnier haben wir sogar zweimal statt einmal die Woche geprobt", sagt Tänzerin Tina Vulicevic.
Als Musik hat sich die Turniergarde der Narrenzunft Gelb-Rot in diesem Jahr ein Marschmusik-Medley ausgesucht. "Dies ist aber keineswegs zwingend, man könnte auch andere Musikstile wählen", sagt Tina Vulicevic. Bei der Narrenzunft Gelb-Rot tanzt sie schon seit vielen Jahren. "Wie die meisten Tänzerinnen, die zur Turniergarde zählen, war ich zuvor schon bei der Schautanzgruppe", sagt die ehemalige Confluentia. Insgesamt sind bei der Narrenzunft, die gegenwärtig 521 Mitglieder zählt, 75 Tänzerinnen und Tänzer aktiv. "Neben der Turniergarde haben wir noch die Kindergarde, das Amazonen- und Kadettenkorps sowie das Männerballett", sagt Edgar Friedrich. Beim Qualifikationsturnier war an diesem Wochenende allerdings nur die Turniergarde am Start. "Langfristig planen wir aber, dass auch die jüngeren Tänzerinnen und Tänzer hieran teilnehmen", sagt Edgar Friedrich. (pka)

Turniergarde (Posthörnchen) in neuer Uniform
...und dann noch die einhellige Meinung aller Gelb-Roten Zuschauer: Die Turniergarde hat sich zum vergangenen Jahr um mehr als 100 % gesteigert. Ein beeindruckender Auftritt der leider bei dieser starken Konkurrenz nur für den 16. Platz reichte.
Start in die neue Session 2008/2009 Der Herbstball
Am 8. November 2008 startete Gelb-Rot mit dem traditionellen Herbstball in die neue Fastnachtssession. Der Herbstball, der in den vergangenen Jahren dank unseres Ehrensenatsvorsitzenden Ralf John in dessen Geschäftsräumen, der Firma BMW Hanko stattfand, erfreute sich immer größeren Zulaufes. Daher wagten wir uns wieder in das Haus Horchheimer Höhe, dessen neuer Pächter von Anfang an sehr kooperativ war. Über 200 geladene Gäste füllten den gelb-rot dekorierten Saal. Vor der eigentlichen Eröffnung und Begrüßung durch Walter Holzknecht und Frank Ackermann wurden, diesmal in einer kleinen separaten Feier, Mitglieder für 1 x, 2 x und 3 x 11 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Es waren dies:
1 x 11 Jahre: Stephanie Zimmermann, Uwe Dresbach, Horst Würzberger, Michael Hoffrichter, Christina Geißler, Thomas Krupa, Stefanie Fuchs und Wilhelm Wolff
2 x 11 Jahre: Willi Perz, Gabriele Würzberger, Christina Vulicevic
3 x 11 Jahre: Marita Probst, Robert Reinhardt und Günter Eder

Auszeichnung für langjährige Mitgliedschaft
Nach der Begrüßung zeigte zunächst einmal unsere Turniergarde, die an diesem Abend in "Die Posthörnchen" umgetauft wurden, ihr hohes Niveau im Gardetanz. Insgesamt 13 Mädels vertreten die Farben der Narrenzunft Gelb-Rot unter Leitung von Judith Weigele und Nadine Laqua bei den Qualifikationsturnieren zur Deutschen Meisterschaft im Gardetanz. Die Programmpunkte wurden aufgelockert durch die glänzend aufgelegte Showband "Saturn Sound" aus Neuenkirchen im Saarland. Die Verleihung des kleinen Verdienstordens nahm dann Geschäftsführer Rolli Reinhardt vor. Er ging an Marcel Wieland und die Gründungsmitglieder der Posthörnchen Stefanie Fuchs, Stefanie Geißler, Christina Geißler, Eva Grenzhäuser, Kerstin Kreuter, Stefanie Krupa, Melanie Nottbeck und Miriam Wieland.

"Der kleine Verdienstorden" an die Posthörnchen
Fotos: Geissler
Lachtränen zauberte anschließend unser Männerballett mit originellen Kostümen (Resi Weigele) in die Augen. Der großartige Tanz wurde von Stephanie Breuer-Treis einstudiert. Wiederum von Rolli wurde anschließend der große Verdienstorden an Uwe Dresbach verliehen.
Lutz Kniep spielte anschließend hervorragend auf der Trompete, umrahmt mit tollen Lichteffekten. Eine Super Show.
Zwei neue Ehrensenatoren konnte anschließend Walter Holzknecht in unseren Reihen willkommen heißen:
Horst Würzberger (Unternehmer) und
Klaus Eikler (Geschäftsführer der Metro).
Höhepunkt des Abend war dann die Verleihung des goldenen Posthorns an
Ralf John und
Astrid Harzbecker
Astrid Harzbecker bedankte sich anschließend für die Verleihung mit einem musikalischen Stimmungsmeddley.

Astrid Harzbecker Ralf John
Wie immer endete der gelungene Abend mit der Auslosung der Farbe für die Tombola die dann auch mit 250 Preisen großen Anklang fand.
Partylaune bei Gelb-Rot
Das Experiment ist gelungen! Nachdem das Interesse der Narren an einer "konventionellen" Sitzung immer mehr nachließ mussten neue Ideen her. Mit "Schmetterlingen" im Bauch entschloss sich der Vorstand eine neue Sitzungsform zu kreieren. Und die schlug ein!!! Eine voll besetzte Rhein-Mosel Halle am Samstag 17.1.2009 war der Dank des wohl (neugierigen) Publikums. Los ging es mit der Party Band Nr. 1 in Deutschland: "Sound Convoy". Sie heizten den Saal zunächst einmal an bevor Präsident Frank Ackermann das Publikum, unter anderem mit dem fast kompletten Ehrensenat!, begrüßte und die ca. 150 Aktiven einmarschierten. Die Kindergarde, das Amazonen- und Kadettencorps und die Turniergarde (Die Posthörnchen) zeigten ihr können beim Gardetanz (über 50 Tänzerinnen und Tänzer von 3-30 Jahren) bevor der erste "Kracher" des Abends kam: The wild Bobbin Baboons rissen die Gäste förmlich von den Stühlen. Keiner blieb sitzen, die ersten tanzten und sogar hinter der Bühne ging der "Bär" ab. Unser Solotanzmariechen Antonia (Lüttkenhaus) glänzte mit ihrem Solotanz und auch Prinz und Confluentia machten ihre Aufwartung. Erfahrungsgemäß ist es dann etwas ruhiger, aber Sound Convoy brachte schnell "Unruhe" in den Saal. Der tolle Kindershowtanz zusammen mit Amazonen- und Kadetten zum Thema Mitternacht kam ebenfalls sehr gut an und als Vortrag brillierte wiederum der Märchenwald. Eine tolle Truppe um Ellen Friedrich-Gaul die sich mittlerweile einen Stammplatz in der Kowelenzer Fasenacht erobert hat. Aus Gerolstein hielt der (echte) Polizist Rainer Roos eine Büttenrede bei der kein Auge trocken blieb. Männerballett und Sound Convoy hielten die Stimmung hoch und dann kam der zweite absolute Knüller des Abends: Willi & Ernst, zwei Vollblutkomiker. So etwas ist nicht mehr zu Toppen, es sei den, wie bei Gelb-Rot, man hat noch eine Showtanzgruppe. Die kam dann zum Abschluss mit "Galaxy". Ihr können hatte sie schon auf der Inthronisation gezeigt und auch hier klappte alles Dank der Vorbereitung unter ihrer Trainerin Daniela Urmetzer. Nach dem Finale war die Party aber noch nicht zu Ende. Sound Convoy spielte für die Unermüdlichen noch bis 01.00 Uhr und sorgte so für die Partystimmung. Anmerkungen des Verfassers: Raucher und Biertrinker mussten natürlich ebenfalls auf die Toilette. Die Lücken füllten sich bis zum Schluss aber, im Gegensatz zu früher, immer schnell auf und bis zum Schluss war der Saal proppenvoll. Das Risiko hat sich gelohnt. Unser Taxifahrer berichtete von vielen zufriedenen Gästen. Vielleicht ein neues Konzept für Koblenz!?
Orden 2009
Koblenzer Originale

Zweiter Teil eines Puzzle-Ordens mit bekannten Koblenzern für die Session 2009:
Idee:
Walter Holzknecht
Herstellung:
Firma Zinnhannes, Ordentliche Ideen Krummenau
Zwei Bronzefiguren auf dem Münzplatz
Im Vordergrund ist eine Marktfrau abgebildet. Sie steht stellvertretend für die Koblenzer Marktfrauen auch “Huckeweiber“ genannt, die an drei Tagen in der Woche auf dem Münzplatz ihre Waren anboten. Auf dem Münzplatz im alten Münzmeisterhaus war von 1952 bis 1978 das 1. Polizeirevier, die sogenannte “Davidswache“ stationiert. Daran erinnert der Schutzmann Otto, der neben der Marktfrau steht. Im Hintergrund sieht man die „Zwiwweltärm der Owerpfarrkerch“ (Zwiebeltürme der Liebfrauenkirche), die Alte Feuerwache am Plan, die alte Münz, einen Flügel vom Koblenzer Schloss und oberhalb dahinter einen Teil der Festung Ehrenbreitstein.
Sessionsrückblick 2009
Im Jahr 2009 hatten die Karnevalisten mehr Zeit um ihrem Hobby in der fünften Jahreszeit nachzugehen. Nach der Inthronisation am 10. Januar blieben dieses Jahr sechseinhalb Wochen bis Aschermittwoch.
Auch in diesem Jahr konnte unsere Tanzgarde den neuen Tanz auf der Inthronisation präsentieren. Mit dem Thema „Außerirdische“ zeigten sie ihre Leistungsfähigkeit. Mit Frank Bastian (Ehrensenator) und Rolli Reinhardt (Geschäftsführer) wurden in diesem Jahr gleich zwei verdiente Gelb-Rot Mitglieder mit dem Großen Verdienstorden der AKK, dem höchsten karnevalistischen Orden in Koblenz, ausgezeichnet.
Die erste Veranstaltung unseres Vereins, schon traditionell am Sonntag nach der Inthro, ist unser Uniformappell im Weindorf. Zur Erinnerung: dieser Termin wurde vor einigen Jahren ins Leben gerufen, um den Aktiven in einer gemeinschaftlichen Veranstaltung den Sessionsorden zu überreichen. Früher gab es den Orden auf der Bühne, bei der Vielzahl unserer Mitwirkenden für das Publikum eine langweilige Prozedur. Später wurden die Orden für Gruppen vom Prasidenten dem Korpsführer vom Elferratstisch herunter gereicht, dieser verteilte dann die Orden hinter der Bühne oder in der Garderobe. Dieses Vorgehen war aber nicht besonders schön, wenn die Orden, die ja Dank und Lohn für die geleistete Arbeit der aktiven Karnevalisten darstellen, einfach so im Vorübergehen in die Hand gedrückt werden. So kam man damals auf die Idee die Orden direkt zu Beginn der Session während eines gemeinsamen Beisammenseins in einem schönen Rahmen zu verleihen. Guter Nebeneffekt war, dass jeder seine Uniform anziehen musste. Dabei hat mancher noch einen Fleck entdeckt und es blieb noch Zeit das Teil rechtzeitig vor der nächsten Veranstaltung reinigen zu lassen. Hat der Korpsführer das mitbekommen, wurden auch schon mal lustige Strafen verhängt. Dieses Jahr mussten wir allerdings feststellen, dass viele Aktive zu dieser „Pflichtveranstaltung“ nicht kamen. Es wäre schade, wenn in Zukunft wegen mangelnder Beteiligung die Orden wieder einfach so jedem in die Hand gedrückt werden würden.
Am Samstag danach wurden neue Wege beschritten. Die Sitzung wurde auf „Kowelenz Olau“ umbenannt und der Name sollte Programm sein. Ziel war, unter Verwendung der Gruppen unserer Narrenzunft und Mitwirkenden aus Koblenz und Umgebung zeitgemäß mehr Schwung auf die Bühne zu bekommen. Mit der zur Zeit besten deutschen Tanzband Sound Convoy sollte auch die Partystimmung nicht zu kurz kommen. Dieses Konzept ging auf, denn die Kommentare des Publikums waren fast durchweg positiv. Nach dem Einmarsch der Aktiven zeigen zunächst die vereinigten uniformierten Tanzgruppen in ihrer Gardeshow, was Gelb-Rot auf die Beine stellt. Mit der Kindergarde, den Amazonen und Kadetten und den Posthörnchen waren fast sechzig jugendliche Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne. Danach wurde erstmalig so richtig rockig. The Wild Bobbin Baboons heizten im wahrsten Sinne des Wortes ein.
Ihren schmissigen Solotanz zeigte die inzwischen zehnjährige Antonia Lüttkenhaus.
Gruselig wurde es. als in den Showtänzen der Kindergarde kleine Geister und Fledermäuse, später bei den Amazonen und Kadetten, sogar Vampire über die Bühne huschten. Als Gastredner erzählte Rainer Roos was man als Polizist alles erleben kann.
Die Märchenwald Connection hatte das Jahr über wieder aufgepasst was alles so passiert ist und nahm die Ereignisse in ihrem diesjährigen Märchen Rumelstilzchen aufs Korn. An den Südpol hatte es das Männerballett verschlagen, wo sogar Pinguine ihr Unwesen trieben. Eine echte Premiere konnten unsere Gäste mit Willi und Ernst erleben. Sie waren nämlich erstmals in der Karnevalszene unterwegs. Doch das ihr Lampenfieber war unbegründet: die beiden lokalen Comedygrößen eroberten das Publikum im Sturm.
Zum Abschluss begeisterte die Tanzgarde mit ihrem bereits erwähnten Tanz.
Leider wurde das Angebot zu den Klängen von Sound Convoi noch zu tanzen nicht angenommen. Obwohl unser Ziel, die Sitzung nur noch vier Stunden dauern zu lassen fast erreicht wurde, ging der größte Teil der Gäste sofort nach Ende der eigentlichen Sitzung nach Hause. Einzig die Mitglieder der Tanzgarde feierten noch mit der Band.
Auch Kölle Alaaf war wieder ein Glanzpunkt in den Koblenzer Karnevalsveranstaltungen. Hier sorgten neben unseren Tanzgruppen die Kölner Fastelovend Stars für eine tolle Stimmung. Besonders Marita Köllner, bekannt als et fussich Julche, hatte die Lacher auf ihrer Seite, als sie sich für eine Zeit von ihrer roten Perücke trennte und sie Sitzungspräsident Frank Ackermann aufsetzte, der so gewissermaßen zum Ehrenfuss wurde. Aber auch die Fidele Kölsche, die Rabaue, et Rumpelstilzche, Fred van Halen mit seinem Aki und Bruce Kapusta waren in Hochform und zeigten, dass sich „Kölle Alaaf in Kowelenz“ mit den Sitzungen der großen Kölner Vereine messen kann. Großes Finale war mit den original Eschweiler Fanfaren. Diese Band brachte mit den Aktiven noch einmal so richtig Stimmung in den Saal.
Ein Versuch im Karneval war die 1. KoKiJus, die 1. Koblenzer Kinder- und Jugendsitzung. Das besondere war nicht nur, dass endlich eine Sitzung für Kinder und Jugendliche veranstaltet wurde, sondern auch, dass sich hierzu vier große Koblenzer Karnevalsvereine zusammengeschlossen hatten. Sicherlich war dieser erste Versuch noch nicht perfekt, aber mit einigen Verbesserungen kann daraus eine tolle Veranstaltung für die Jugend werden. Der ökumenische Nachmittag in der Hoffnungskirche und die Sitzung im Kloster Kühr gehören zu den festen Veranstaltungen im Jahresablauf der Narrenzunft Gelb-Rot, bei denen es darum geht, den Menschen etwas Freude in ihrem Alltag zu bereiten.
Der Straßenkarneval beginnt für uns jedes Jahr mit der Erstürmung des Heeresführungskommandos. Hier haben sich Funken und Offiziere an vorderster Front tapfer „geschlagen. Verwunderlich war nur, dass es plötzlich ein unentschieden gab, da die Bundeswehr-Verteidiger Prinz und Confluentia entführt hatten. Jedenfalls hat es nicht an uns gelegen, dass hier kein Sieg davongetragen wurde.
Etwas besonderes fand dann am Karnevalssamstagabend statt: Der Vorstand hatte die Aktiven und die Sponsoren zur Einweihungsparty eingeladen. Nach einigen Geburtstagsfeiern als Vorpremiere zeigt diese Party, dass die Gelb-Roten hier hervorragend feiern können – und die meisten nützten dies auch ausgiebig. Eine ausgelassene Gesellschaft feierte mit dem unermüdlichen Alleinunterhalter Patrick. In einem kleinen Programm trug Otto Hellinger eine kleine Chronik zur Entstehung unserer Halle vor und es gab einen Beitrag mit wahren Geschichten zum Hallenbau der Märchenwald Connection. Schon jetzt wurde für nächstes Jahr eine Wiederholung der Party am Karnevalsamstag beschlossen.
Keine große Beteiligung der Gelb-Roten gab es bei der Erstürmung des Rathauses. Zum Einen lag das wohl an der schlechten Witterung und zum Anderen ist, wenn man einmal von den Kanonieren der Funken absieht, die ihren Spaß daran haben, einmal so richtig Konfetti ballern zu dürfen, die Erstürmung für alle anderen Aktiven nicht besonders aufregend. Immerhin gab es anschließend wieder eine leckere Gulaschsuppe im Hof von Leo Wingen.
Die Funken und einige Unentwegte marschierten nachmittags mit dem Jubiläumsumzug durch Wallersheim und Neuendorf.
Lange Wartezeit gab es vor dem Rosenmontagszug, da die Narrenzunft dieses Jahr in der Gruppe 10 war. Hier half die von den Offizieren ausgegebenen Suppen und der Glühwein. Der eigentliche Rosenmontagszug war ohne besondere Vorkommnisse, wenn man davon absieht, dass es stellenweise ein jugendliches Publikum gibt, das eine eigene, unschöne Vorstellung von Karneval hat.
Das traditionelle Fischessen im Weindorf war zwar auch nicht so besucht wie in den vergangenen Jahren, aber trotzdem ein schöner Abschluss einer gelungenen Session. Nach dem Dank des ersten Vorsitzenden Walter Holzknecht wurde der Werner-Loos Pokal an Heidi Reinhardt verliehen. Damit ging diese Auszeichnung an eine Persönlichkeit, die sich seit Jahrzehnten einsetzt und gerade im Hintergrund Gewaltiges leistet. Der Spaßvogel wurde in diesem Jahr in Abwesenheit am Sitzungspräsident Frank Ackermann für seine Verdienste auf der gelb-roten Bühne verliehen.
Herbstball am 7.11.2009
Traditioneller Beginn der Fasenachtssession ist bei der Narrenzunft Gelb Rot der Herbstball, auch in diesem Jahr wiederum im Haus Horchheimer Höhe. Aufgrund der nicht so zahlreichen Anmeldungen konnten wieder die gemütlichen runden Tische gestellt werden. In dem gemütlich eingerichteten Saal konnten der 1. Vorsitzende Walter Holzknecht und Sitzungspräsident Frank Ackermann, seit kurzem auch 1. Beigeordneter der Stadt Bad Ems, zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Narretei begrüßen. Unter anderem gaben uns auch der diesjährige Prinz Marcus von Druck und Narretei und Confluentia Claudia mit Hofstaat die Ehre noch vor dem 11.11. öffentlich aufzutreten. Bevor jedoch das Programm startete wurden wie immer in einer separaten Feier langjährige Mitglieder der Narrenzunft für ihre Treue ausgezeichnet. Die bronzenen, silbernen und goldenen Ehrennadeln wurden verliehen:
1 x 11:
Marvin Sowinski, Herbert Meurer, Jürgen Güls, Eva Beltermann, Harry Wiesemüller, Karl Dieter Staudt, Tim Oliver Huß, Kerstin Würzberger, Dr. Helmut Schlax, Marcel Dresbach, Klaus Lüttkenhaus, Ingo Böhmer, Dietmar Kranz, Stefanie Geißler, Hartmut Gehrhoff
2 x 11:
Bernd Israel, Horst Goldbeck, Kurt Wahl, Karin Herrmann, Heinrich Scheer, Marget Staudach-Link, Siegfried Kiesselmann, Frank Miehlbradt, Käthi Höfer
3 x 11:
Walter Dexheimer, Heinz und Edith Hoernchen, Erich Lunnebach, Otmar Eimuth, Helga Appelt, Karl-Heinz Zorn, Hedi Wagner
4 x 11:
Rolli Reinhardt
Dann ging die Party richtig los: Die Combo des Heeresmusikcorps, "Die Bäggerboys", luden zur ersten Tanzrunde ein nicht bevor jedoch unsere Turniergarde unter der Trainerin Nadine Laqua ihr Können gezeigt hatte. Anschließend erfolgte die Auszeichnung von Birgit Maurer mit dem AKK Halsorden und die Verleihung des kleinen Verdienstordens an Gerd-Walter Adler und Ulrich Schröder.
Natürlich gibt es keinen Herbstball ohne Verleihung des großen Verdienstordens. Dieser ging in diesem Jahr an
Daniela Urmetzer als ehemalige Trainerin der Tanzgarde und
Christina Vulicevic (Ex-Confluentia unserer Narrenzunft).
Dann gab es etwas für die Lachmuskeln: In unnachahmlicher Art brachte der Pizzabäcker Ciro den Gästen die Lachtränen ins Gesicht. Eine tolle Vorstellung. Wolfgang Alsbach von der gleichnamigen Spedition wurde als neuer Ehrensenator in die Narrenzunft Gelb-Rot aufgenommen.

Höhepunkt des Abends ist zweifelsohne die Verleihung des närrischen Posthorns an zwei verdiente Persönlichkeiten aus Wirtschaft/Politik und Fasenacht. Im Jahr 2009 wurden damit ausgezeichnet:
Der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK)
Heiner Blau
und das Vorstandsmitglied der Volksbank Koblenz-Mittelrhein
Walter Müller
Herzlichen Glückwunsch!!!

Als weiterer Showhöhepunkt des Abends trat dann Elke Breu mit einem wunderschönen Potpourri bekannter Melodien auf bevor um 00.30 Uhr die Farben der diesjährigen Tombola gezogen wurden.
Wie immer: ein gelungener Ball der Narrenzunft Gelb-Rot.

Orden 2010

Unser Sessionsorden 2010
Koblenzer Originale
Idee:
Walter Holzknecht
Herstellung:
Firma Zinnhannes,
Ordentliche Ideen
Krummenau
3. Dat Pefferminzje
Sie hieß richtig Annemarie Stein aus Bonn, war klein, abgemagert und schmächtig. Et Pefferminzje zeichnete sich durch eine bessere Bildung aus. Ihre Herkunft verriet sie aber nie. Ihren Lebensunterhalt verdiente sie sich als redegewandte Hausiererin mit Zuckerwaren und Pfefferminzrollen. Durch ihren zahnlosen Mund fand sie bei ihrem Angebot “Pepemündje gefällig“ nicht die richtige Aussprache. Das aber brachte ihr den Spitznamen “Pefferminzje“ ein. Ohne soziale Leistungen in Anspruch zu nehmen fristete sie ein karges Leben. Mit ihrer ständig am Arm hängenden Lackledertasche sammelte sie als Tierliebhaberin bei Metzgern, Bäckern und Gaststätten für streunende und verwahrloste Hunde und Katzen.
Pefferminzje trug auch Gedichte vor. Ihre große Stunde hatte sie nach den Karnevalssitzungen, wenn sie als Königin der Nacht von einem Tisch herab, mit Flittergold und farbigen Papierschlangen geschmückt, die Narrenschar grüßte. Mitten im 2. Weltkrieg des 20. Jahrhunderts starb sie in einem Koblenzer Krankenhaus. Ihr Denkmal steht jetzt im “Etzegäßje Ecke Mehlgaß“.
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Im
Hintergrund sieht man den rechten Flügel vom Koblenzer Schloss und oberhalb
dahinter einen Teil der Festung Ehrenbreitstein und links daneben die Basilika
(St. Kastor).
Sessionsrückblick 2010
Nach dem Tanzturnier und unserer Sessionseröffnung kam ganz schnell der für Karnevalisten mit der magischen Zahl Elf verbundene Elfte im Elften. Die AKK, darum bemüht in Koblenz eine Auftaktveranstaltung wie in Köln und Mainz zu etablieren, hatte auf den Jesuitenplatz eingeladen. Leider zeigte es sich aber, dass an einem Werktag bei herbstlichem Wetter die Zahl der Teilnehmer überschaubar bleibt. Während sich in Köln auch nicht in Vereinen organisierte Narren dann glückselig in den Armen liegen, werden in Koblenz die teilnehmenden Hardcore-Karnevalisten von der normalen Bevölkerung außerhalb der Veranstaltung mit einem Seitenblick auf die Uniform mit einem „Gugg e mo, dat gieht och widder loss“ bedacht.
Da die Vorweihnachtszeit inzwischen für jeden mit Weihnachtsfeiern vollgestopft und wohl deshalb das Interesse an einer Gelb-Rot Weihnachtsfeier abgenommen hat, wurde 2009 auf eine gemeinsame Feier verzichtet. Zu der Kindergarde kam aus Termingründen der Nikolaus während des Trainings. Allerdings waren die Kleinen ganz schön stolz bei dieser Gelegenheit einmal dem heiligen Mann ihren Tanz vorführen zu dürfen.
Einige Gelb-Rote trafen sich an Sylvester in unserer Halle, um in geselliger Runde die Wartezeit auf das neue Jahr zu verbringen. Diese Party soll auch in Zukunft angeboten werden.
Die Prinzeninthronisation der AKK fand leider ganz ohne gelb-rote Beteiligung auf der Bühne statt. Dafür war am nächsten Tag beim Uniformappell fast jeder in gelb-roter Uniform und erhielt für sein Engagement den begehrten Sessionsorden. Der Appell fand das erste Mal in unserer Halle statt. Damit gab es keine Platzprobleme mehr und auch die Unbeteiligten konnten die Inspektion der einzelnen Korps verfolgen.
Montags fand die Generalprobe für unsere Sitzung im großen Saal der Rhein-Mosel-Halle statt.
Die Prunksitzung stand unter dem Motto „Kowelenz Olau“ und startete am 23. Januar mit dem gewohnt prächtigen Einmarsch der uniformierten Aktiven unseres Vereins. Die Paula Andress Party-Band hatte schon eingeheizt und so konnte Sitzungspräsident Frank Ackermann ein bestens gelauntes Publikum begrüßen. Damit man sich an den Uniformierten erst einmal satt sehen konnte, gab es zum Auftakt die Gardeshow der Kindergarde, des Amazonen- und Kadettenkorps und der „Posthörnchen“, der Turniergruppe der „großen“ Tanzgarde.
Tanzmariechen Antonia Lüttkenhaus zeigte ihren schmissigen Solotanz.
Anschließend führte der 1. Vorsitzende Walter Holzknecht den neuen Schirmherren unseres Vereins, Herrn Bernd Schittler, Vorstandsmitglied der PSD Bank Koblenz, in sein Amt ein. Aus der Hand von BdK Vizepräsident Heinrich Rudolf Reinhardt und dem Präsident des Landesverbandes Rhein-Mosel-Lahn im BDK, Peter Pries, erhielt unser 2. Vorsitzender Günter Eder den RML Verdienstorden.
Die Märchenwald Connection gab dieses Jahr den Froschkönig. Der rosa Frosch (Oliver Schröder) nahm mit seinen Spießgesellen, dem Prinzen (Horst Zimmermann), der Hexe (Ellen Friedrich-Gaul), dem Rumpelstilzchen (Willi Gaul), einer russischen Prinzessin (Petra Ohlig), dem sehr blonden Rotkäppchen (Tina Vulicevic), der Märchenfee (Steffi Zimmermann) und dem König (Edgar Friedrich) die angesagten kommunalen Themen aufs Korn.
Eine besondere Überraschung gab es für Prinz und Confluentia, als es auf der Bühne der Rhein-Mosel-Halle zu schneien begann. Doch nicht das Dach der Halle war kaputt, sondern der Schnee war nur die Dekoration zu einem besonderen Geschenk. Damit das Prinzenpaar in diesem -für Koblenzer Verhältnisse sehr winterlichen- Winter sicher zu seinen Auftritten kommen konnte, erhielten Prinz Markus I von Druck und Narretei und Confluentia Claudia einen prinzlich gestylten Schlitten.
Ganz aktuell stimmte der Showtanz unserer kleinen und mittleren Tänzerinnen und Tänzer auf die Fußballweltmeisterschaft ein. Zunächst stellten die Amazonen und Kadetten auf einer tänzerischen Reise einzelne, bei der Fußball-WM teilnehmende Länder vor. Dann ging es bei der Kindergarde voll zur Sache. Kleine Cheerleaderinnen feuerten unsere Jungs an, die sogar richtig auf der Bühne Fußball spielten.
Kurt Gerharz erzählte als „De Bolle“ seine Geschichten und die zurzeit angesagtesten lokalen Comedyans Willi & Ernst waren in Hochform. Das Männerballett flatterte als zarte Schmetterlinge über die Bühne. Dass sich ein Brummer wie Rolli (Reinhardt) in einem Spinnennetz verfangen konnte, war dann doch sehr unwahrscheinlich. Mit Roberto Capitoni, der sein italienisches Temperament kaum zügeln konnte, war weitere Comedy angesagt. The Wild Bobbin Baboons rockten 50er Jahre Rock und alle rockten mit.
Ganz großes Kino zeigte die Tanzgarde mit ihrem Showtanz „Der Schuh des Manitu“, der die Geschichte in einer tänzerischen Version erzählte. Da hat das Publikum auf der Inthronisation echt was versäumt.
Am 7. Februar erschallten dann wieder die köllschen Tön in der Rhein-Mosel-Halle. Literat Theo Schäfges hatte wieder ein Spitzenprogramm zusammengestellt. Neben unseren eigenen Tanzgruppen garantierten in einem fast ausverkauften Saal et Rumpelstilzche, Renate Fuchs, Blom un Blömcher, die 2 Schlawiner, die Kolibris, Bruce Kapusta, das Traditionskorps Blaue Funken sowie die Botzedresse absolute Stimmung.
Übrigens machten alle Gäste bei beiden Sitzungen der Narrenzunft mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte ein super Schnäppchen. Damit sie sich von der jeweiligen Party erholen konnten, erhielten die Zuschauer beim Einlass kostenlose Eintrittskarten für das Monte Mare Saunaparadies.
Auch dieses Jahr machten die Gelb-Roten auf dem Weg zum Karnevalshöhepunkt in der Hoffnungskirche auf der Horchheimer Höhe halt. Hier erfreute Frank Ackermann die Senioren mit einem bunten Programm.
Am Karnevalsfreitag versammelte sich gewohnt siegessicher eine große Streitmacht in der Falckensteinkaserne. Wie jedes Jahr hieß der Auftrag die Burg Falckenstein zu erobern und Generalleutnant Carl-Hubertus von Butler zur Aufgabe zu bewegen. Wie immer entlud sich Schuss um Schuss aus dem Rohr der „dicken Tina“, der Konfettikanone der Funken und im dicksten Kampfgetümmel waren stets die Offiziere zu entdecken. So war es kein Wunder, dass nach kurzer Zeit die Verteidigung zusammenbrach. Die Beteiligten zog es relativ schnell in den NATO Saal, um dort eine warme Suppe zu essen und diese dann wieder mit einem kühlen, meist gerstenhaltigen Getränk wieder abzulöschen. Übrigens feierte zeitgleich die Kindergarde in unserer Halle eine Kinderparty.
Wenn am Karnevalsamstag gegen vierzehn Uhr eine Karawane mit gelb-rot Uniformierten die Mosel hochfährt, heißt es wieder Spaß und Frohsinn für die Bewohnerinnen des Kloster Kühr. Traditionell richtete dort die Narrenzunft eine karnevalistische Nachmittagsveranstaltung aus.
Abends fuhr die Kindergarde zu ihrem letzten Auftritt der Session nach Urbar und die Erwachsenen hatten die Möglichkeit in der Gelb-Rot Halle zünftig zu feiern. Zu der Musik des unermüdlichen Keyboarders Patrick wurde teils ausgelassen, teils gemütlich Party gemacht.
Sonntags fand zunächst das alljährliche Ritual der Rathauserstürmung mit Schlüsselübergabe statt. Angeführt von den gelb-roten Funken erreichte die närrische Streitmacht das Rathaus, wo sofort aus allen Konfettirohren das Feuer eröffnet wurde. Zu der letzten Niederlage seiner Amtszeit hatte sich OB Dr. Schulte-Wissermann noch eine List ausgedacht. Der Prinz staunte nicht schlecht, als er feststellen musste, dass es sich bei dem auf dem Rathausbalkon vorgefundenen SchuWi um einen Doppelgänger handelte. Der echte OB winkte von einem Fenster Prinz und Confluentia mit dem echten Stadtschlüssel zu. Dieser Gag wird wohl einmalig bleiben, denn der neue OB hat keinen Zwillingsbruder.
Nachdem man sich auf dem Hof von Leo Wingen gemeinsam mit den Aktiven der Funken Rot-Weiß und der Großen mit Gulaschsuppe gestärkt hatte, teilten sich die Gelb-Roten wieder auf. Die Funken führten wie jedes Jahr den Umzug in Neuendorf und Wallersheim an; andere fuhren zur Musikschule, um dort bei der Kokijus, der gemeinsamen Koblenzer Kinder- und Jugendsitzung der KK Funken Rot-Weiß, der GKKG, des Altherrenkorps und der Narrenzunft Gelb-Rot zu helfen. Hier waren allerdings weniger Zuschauer als im vergangenen Jahr anwesend. Leider hatten die Organisatoren übersehen, dass wegen der kleinen Bühne in der Musikschule unsere Gruppen nicht auftreten konnten. Daher, und wegen der am Karnevalsonntag gleichzeitig stattfindenden Umzüge, waren von Gelb-Rot nur ca. 5 Kinder anwesend.
Mit gewohnter Routine ging der Rosenmontag über die Bühne. Durch das Flaschenverbot in der vorjährigen Chaoszone der oberen Löhrstraße war es dort im Vergleich zu den Vorjahren fast gespenstisch still. Wegen der diesjährigen Zuteilung der Narrenzunft zu der ersten Gruppe des Rosenmontagszuges hatten die Teilnehmer die Möglichkeit selbst einmal den Rest des Zuges zu sehen. Viele nutzten das, bevor der Durst übermächtig und die Schritte zum Weinmarkt oder in den Wurstkessel gelenkt wurden.
An Aschermittwoch gibt es im Weindorf nicht nur Fisch, sondern für besonders aktive Mitglieder ein Belohnung. So erhielt Rednerin Claudia Simon Dexis Spassvogel aus den Händen des Pokalstifters Walter Dexheimer und der Walter-Loos-Pokal ging an unser Tanzmariechen Antonia Lüttkenhaus.
Die Zielsetzung der Narrenzunft
Gelb-Rot wird auch weiterhin sein:
Mit Witz, Humor, Farbenpracht, Musik und Tanz den Menschen
gute Laune zu vermitteln, das heimatliche Brauchtum zu pflegen und zu fördern
und der Devise treu zu bleiben, die da lautet:
"Fasenacht erst Freude macht, wenn Gelb-Rot tanzt, singt und lacht!"